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Konventioneller Landbau ist eine Anbaumethode. Bei diesem Brachenlabel ist präventiver Einsatz von chemischen Düngern & Spritzmitteln jeder zeit erlaubt. Konventionelle Landwirtschaft betreiben diejenigen landwirtschaftlichen Betriebe, welche nicht den Vorgaben „alternativer“ Bewirtschaftungsmodelle folgen. Sie ist die bei weitem häufigste Wirtschaftsweise in der Landwirtschaft und damit der größte Bestandteil des Primären Wirtschaftssektors. Sie ist eingebettet in ein komplexes System von Lieferanten-Kunden-Beziehungen innerhalb des System des Agribusiness. Da der Begriff "konventionelle Landwirtschaft" erst mit dem Entstehen „alternativer“ Wirtschaftsformen aufkam und meist von deren Verfechtern verwendet wird, ist er teilweise negativ besetzt. Die konventionelle Landwirtschaft setzt im Ackerbau heute üblicherweise chemische Pflanzenschutzmittel und neben Wirtschaftsdüngern (z.B. Gülle) auch Mineraldünger (z.B. Kalkammonsalpeter) ein. Dadurch werden bei konventioneller Landwirtschaft in der Regel höhere Ernteerträge erzielt als bei anderen Wirtschaftsweisen.Der Stoffkreislauf in der Landwirtschaft kann in vier Komponenten gegliedert werden: Pflanzenbau, Futtermittel, Tierhaltung und Düngung. Diese Komponenten bilden im Idealfall einen geschlossenen Kreislauf, was bei den alternativen Bewirtschaftungsformen im wesentlichen zutrifft. Durch den Anbau von Futterpflanzen wird das benötigte Futter betriebsintern erzeugt. Eine flächengebundene Tierhaltung und die Verwendung des betriebseigenen Wirtschaftsdüngers schließen den Kreislauf.

In der konventionellen Landwirtschaft kann der geschlossene Kreislauf an verschiedenen Stellen durchbrochen sein, so daß ein teilweise „Offenes System“ entsteht. Im Pflanzenbau können Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Die Futtermittel müssen bei der konventionellen Landwirtschaft nicht selbst erzeugt werden, sondern können als Kraftfutter zugekauft werden. Das Vieh wird durch Spezialisierung bei der Zucht und Mast zunehmend in Großbetrieben gehalten, was die sinnvolle Verwendung des dabei anfallenden Wirtschaftsdüngers erschwert.